pdf button

1919  Versailler Reichs-Gesetz und Kolonie-Grundgesetz

Kolonie Deutsches Reich

Zweiter Hauptteil

Grundrechte und Grundpflichten der Deutschen.

Erster Abschnitt.  Die Einzelperson.

Artikel 110.  UDR u UDL

Die Staatsangehörigkeit im Reiche und in den Ländern wird nach den Bestimmungen eines

Reichsgesetzes erworben und verloren.

Verleihung der (Unmittelbaren) Deutschen Reichsangehörigkeit nach dem Versailler RG.
Verleihung der deutschen Landesangehörigkeit für minderberechtigte Eingeborene (siehe Koloniegesetz von 1903).

Gleich=schaltung der Legaldefinition Deutscher in den Kolonie-Status von 1914.

Jeder Angehörige eines Landes ist zu=gleich (Unm. Deutscher) Reichsangehöriger.

Jeder Deutsche hat in jedem Lande des Reichs die glei=chen Rechte und Pflichten
wie die Angehörigen des Landes selbst.


hierzu das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913 (RG Nr. 4263)

Im Versailler Kolonie-Käfig wurde der getrennte Status von 1913 weiter bestätigt.

              Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Deutschen Lande besitzt.
              D
eutscher ist, wer die Unmittelbare Reichsangehörigkeit besitzt.

Nach Abgabe der Reichskolonien blieb der Kolonie-Status UR-D bis 1934 weiter gültig, damit der Kolonie-Status UDR (Versailler RG Nr. 6958 Art. 37, 53, 85, 91, 105, 106 und 113) und das Kolonie-GG Art. 110 mit der UDL nicht außer Kraft traten. Der statuswidrige juristische Trick ist von deutschen Staatsrechtlern und Historikern bis heute nicht beanstandet worden.

   
© GG146.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.